Sonntag, 8. September 2013

Lachs provoncal mit Zuchhini in Tomaten-Sahne-Creme

Saumon provoncal, courgettes et sauce tomate a lá creme  


Letzten Sommer machten wir Urlaub in der wunnderschönen Provence. Wir erkundeten die vielen kleinen Ortschaften, sahen historische Dörfer und genossen das gute französische Essen.
Eines abends entschiedenen wir uns in die Stadt Carpentras zu fahren um ein wenig in der Fußgängerzone zu flanieren.
Ehrlich gesagt, hatten wir uns mehr versprochen. Es gab viele dunkle Gassen, obskure Personen und wenig bepflanzte karge Plätze. Ab 19 Uhr wurden dann die Schotten dicht gemacht und auch die Leute lichteten sich beunruhigenden schnell. Also machten wir uns auf die Suche nach einem netten kleinen Restaurant und tatsächlich außerhalb der Stadtmauern fanden wir eine kleine charmante Bleibe.
Bei "La Fraiseraie" nahmen wir Platz im Hinterhof unter einem riesigen Feigenbaum.
Die Speisekarte war überschaubar aber ansprechend und ich entschied mich für das Fischgericht.

Was für einen Gaumenschmaus !

Ich war so fasziniert von dem Geschmackerlebnis, das ich das Gericht detailliert auseinandernahm. Die Kombination Lachs, Tomate und Zuchhini sind einen wunderbare Liasion aber es war noch mehr in diesem Gericht, was ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte und mir im ersten Moment etwas fremdartig vorkam, aber letztendlich den besonderen Geschmack ausmachte. In der Sauce erkannte ich kleine gelbliche Körnchen die leicht zitronig-orientalisch schmeckten.
Wir probierten alle der Reihe nach und räselten kollektiv was das wohl für geheimisvollen Körnchen seien und ob es der Grund für den einzigartigen Geschmack sei.

Wieder zuhause probierte ich das Gericht nun nach zukochen und tatsächlich ist es mir gelungen das gleiche vorzügliche Ergenis zu erreichen.

Und hier ist das Rezept. Von mir - für Euch.
Die geheimnisvolle Zutat ist übrigens: Korianderkörner

Zutaten für 3-4 Personen:
-    3 Lachfilets (ohne Haut)
-    5 EL Olivenöl 
-    5 mittelgroße Zuchhini
-    2 große Zwiebeln
-    1 Knoblauchzehe
-    1 Pk. Pomodorro
- 200 g Sahne
- 100 g Parmesan zum Überbacken
-     Thymian, Oregano, Basilikum
-    1 EL Korianderkörner (mehr oder weniger je nach Belieben)


1)   Zuchhini der Länge nach halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
2)   Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden.
3)   Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
4)   Lachs waschen und den Ofen auf 150 °C stellen.
5)   Pomodorro mit der Sahne vermengen. Pfeffern und salzen und die Korianderkörner hinzufügen.
6)   Olivenöl in einer ofenfesten und tiefen Pfanne (oder Bräter) erhitzen und den Knoblauch langsam erhitzen.
7)   Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten.
8)   Danach 1/4 von den Zuchhini in die Pfanne geben und ca. 3 Minuten anbraten, danach die Temperatur nach unten drehen.
9)   Den Lachs drauflegen und mit den restlichen Zuchhini auffüllen.
10) Die Tomatensoße darüberschütten.
11) Aus den Kräutern ein kleines Sträußchen binden und in den Topf etwas zwischen der Soße und dem Gemüse vergraben.


12) Deckel auf die Pfanne und für ca. 20 Minuten in den Ofen.
13) Danach mit Parmesan bestreuen und weitere 5 Minuten ohne Deckel in den Ofen.


Sonntag, 1. September 2013

Gezuckerte Heidelbeeren-Tartelette


Nach unendlicher langer Sommerpause melde ich mir hiermit zurück - mit Blaubeeren in ihrer wohl leckersten Form:
warme, klitzekleine Mürbteig-Tartelettes gefüllt mit frischen Heidelbeeren.

Ich hab mich bewußt für die Mini-Variante entschieden, weil aus wenig Teig viele Stück gewonnen werden .


Und so gehts.


Zutaten für 36 Mürbteig-Törtchen 
-   250 g Mehl
-   125 g Butter
-   75 g Zucker
-       1 Ei


Zutaten für die Füllung:
-    200 g Heidelbeeren
-      50 g Kristallzucker
-        1 Eiweiß

1)   Alle Zutaten für den Mürbteig miteinander zu einem glatten Teig verkneten und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
2)   Mini-Muffinbackblech gut buttern.
3)   Aus dem Teig 36 gleiche Kugeln formen und je Mulde damit auskleiden.

4)   Ofen auf 175 °C stellen
5)   Den Teig mit dem Eiweiß bepinseln und eng mit den Heidelbeeren belegen.
6)   10 - 15 Minuten im Ofen backen. Darauf achten, dass der Teig nicht zu dunkel wird.
7)   Die Tartelette aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen. Dann vorsichtig aus den Formen lösen und mit dem Kristallzucker bestreuen.




Mittwoch, 3. Juli 2013

säuerliche Aprikosenmarmelade mit Holunderblüten

Ich verspreche Euch, dies ist das letzte Rezept mit Holunderblüten - zumindest dieses Jahr.
Nachdem ich bereits letztes Jahr Erdbeermarmelade mit den Blüten versucht hatte und total begeistert war, bin ich überzeugt, dass es mit Aprikosen auch sehr köstlich, wenn nicht sogar noch besser schmeckt.
. . . und ich muß gestehen . . . wie recht ich doch hatte!

Hier das Rezept:
-  1,5 kg Aprikosen
-  800 g Zucker
-   3 Dolden Holunderblüten

1) Aprikosen entkernen und in kleine Stücke schneiden.
2) Im großen Topf zusammen mit dem Zucker langsam erwärmen und immer wieder hochdrehen, bis es gemächlich vor sich hin köchelt.
3) Nach ca. 1 h immer wieder prüfen ob die gewünschte Gelierkonsistenz bereits erreicht ist. Ich schöpfe daher immer ca. 2 EL in eine kleine Schale und stelle sie für ca.. 10 Minuten in den Kühlschrank. Die Marmelade dann soweit abgekühlt, um festzustellen, ob es schon fest genug ist.
4) Wenn die Marmelade die gewünschte Festigkeit erreicht hat, die Holunderblüten hinzufügen und gut umrühren und ca. 5 Minuten weiter leicht köcheln lassen. Dann den Herd ausschalten und alles noch einige Zeit ruhen lassen, damit der Geschmack der Blüten sich noch frei entfalten kann.
5) Danach in ausgewaschene Twist-off Gläser füllen.

Mein Fazit:
Die Marmelade schmeckt säuerlich-aprikosich mit einem leichten Blütenaroma.
Sehr fein ... und eben was ganz besonders.


Rotes Holunderblütengelee

 
Auch wenn die Blüten längst verblüht sind, ich hab noch ein Rezept in petto:
Gelee aus roten Holunderblüten, aus dem Garten meiner Eltern.

Das Rezept habe ich bereits *hier* gepostet, allerdings mit weißen Holunderblüten, die man auf Feld und Wiesen findet. Wenn auch ähnlich wie die weißen Holunderblüten, ist der Geschmack des roten Gelees dennoch eine Nuance anders.




Dienstag, 25. Juni 2013

Mittelalterliche Rosentorte für das große Dorfjubiläum

Bereits *hier* habe ich gepostet was für ein rießengroßes Dorffest --- 1250 Jahre Oberschopfheim uns dieses Wochenende erwartet hat.

Schon Tage zuvor habe ich in unzähligen Backbüchern gestöbert und viele Backblogs besucht um mir Ideen zu holen, welche Torte ich denn zu diesem Fest beisteuern möchte, und dann ist mir eingefallen, ich war doch mal auf einem Blog auf dem einen "mittelalterliche" Torte gepostet wurde.

Einige Mouseklicks später, habe ich tatsächlich gefunden wonach ich gesucht hatte: Aylins Hochzeittorte im "mittelalterlichen Gewand" auf "zum Backen verführt". 
Die Kombinationen von Rosen und Ranken hat mir sehr gut gefallen und auch wenn meine Torte letzendlich doch ganz anders aussah, hat mich ihre Torte dennoch inspiriert. Auch beim Torten-Innenleben habe ich mich für einen Zitronenkuchen mit Lemon Curd entschieden, jedoch habe ich das Rezept aus einem anderen Blog benutzt, den ich seit längerem, regelmäßig verfolge: "Sarahs Torten und Cupcakes-Blog."

Tag 1:  Herstellung der Rosen aus "Gum Paste". Die Farbe ist eine Kombination aus "Peach" und "Pink" von "Sugarflair".
Tag 2:  Herstellung des Zitronenkuchens, Zitronen-Frischkäsefüllung und der Ganache
Tag 3:  Torte wird mit Ganache, dann mit Rollfondant überzogen und anschließend dekoriert.

Zutaten für eine 26er Backform

Zitronenkuchen

-    350 g Butter
-    350 g Zucker
-    350 g Mehl
-        6 Eier
-        1 Pkch. Vanillezucker
-        1 Pkch. Backpulver
-    100 ml Zitronensaft
-        1 Pkch. Zitronenabrieb (Dr. Oetker) 

Zitronen-Frischkäsecreme mit Lemon Curd

-    100 g Butter
-    120 g Frischkäse
-      10 g Puderzucker
-    120 g Lemon Curd (z. B. von Chivers)
-        1 Pkch. Zitronenabrieb (Dr. Oetker)

Ganache für die Tortenumantelung

-    250 g weiße Schokolade
-    125 g Sahne 
(leider hatte ich nicht genügend weiße Schokolade im Haus, so dass ich mir mit ein wenig dunkler Schokolade aushelfen mußte. Geschmacklich hat man jedoch nichts gemerkt - im Gegenteil es ergab sogar einen schönen Kontrast)


Tag 1:
1)   alle Zutaten für den Zitronenkuchen bereitstellen, am besten schon abwiegen. Backform buttern. Ofen auf 175 °C erhitzen.
2)   Eier, Vanillezucker und Zucker schaumig rühren. 
3)  weiche Butter hinzufügen, dann mit Mehl, Backpulver, Zitronenabrieb und dem Zitronensaft aufschlagen.
4)   den Teig in die Backform schütten und ungefähr 40 Minuten backen.
Nach Stäbchenprobe den Kuchen aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten ruhen lassen und ihn dann auf ein Backblech stürzen und  auskühlen lassen. Über die Nacht in den Kühlschrank stellen.
Tag 2:
5)  für die Creme weiche Butter nach und nach mit dem Frischkäse verrühren, Puderzucker, Lemon Curd, Zitronenschale dazugeben. 
6)  den Kuchen aus dem Kühlschrank und einzelen Tortenböden schneiden. 
7)  mit der Zitronencreme einstreichen. 
8)  Ganache vorbereiten: Sahne erhitzen und die zuvor gehackte Blockschokolade darin schmelzenk und mit einem Schneebesen aufschlagen.
9)  danach vom Herd nehmen und alles mit einem Stabmixer homogenisieren. Die Ganache am besten über Nacht nach in den Keller stellen, da sie im Kühlschrank zu hart werden könnte.
Tag 3: 
10) die Torte mit der Ganache bestreichen und wieder ab in den Kühlschrank bis die Masse einigermaßen fest geworden ist.
11) Den Rollfondant weich kneten. Ausrollen. Die Torte ringsherum ummanteln - dekorieren - fertig.

Fazit bei den Gästen
Da ich die Torte bei uns im Feuerwehrhaus abgegeben hatte, konnten mich keine Lobeshymnen direkt erreichen. Als ich allerdings nach einigen Stunden mein Kuchenblech wieder abholte, war vom  Kuchen nichts mehr übrig geblieben.

Fazit von mir: 
Ein Stück habe ich mir allerdings noch direkt an der Verkaufstheke ergattert - und da ich selber immer meine schärfste Kritikerin bin, kommt hier mein Urteil: Es gibt rein geschmacklich gar nichts zu beanstanden. Der Boden hatte einen feinen zitronigen Geschmack. Die Konstenz war weich und locker und perfekt durchgezogen. Ein super Rezept, dass ich bestimmt nicht zum letzten Mal gebacken habe.

Optisch gesehen hätte die Torte höher sein können und die Rosen feiner ausgearbeitet.
Leider hat mir die Zeit (und zugegeben auch die Geduld) gefehlt. Bei der nächsten Torte nehme ich auf jeden Fall die doppelte Menge des Zitronenkuchens um mehr einzelne Böden zu erhalten und somit eine schöne Höhe zu erreichen.

Außerdem sollte ich noch vermerken, dass ich mir von der gesamten Menge noch etwas abgezwackt habe um noch eine kleine Variante der Torte für die Lieben zu hause zu backen. Die einzelnen Böden habe ich vor bestreichen mit der Zitronencreme noch zusätzlich mich "Limoncello" getränkt. 
Mein Mann allerdings gab noch einen Kommentar zu dem Kuchen ab: "das ist der Beste, den Du je gebacken hast".
Na also ! 

Donnerstag, 20. Juni 2013

Zitronenkuchen mit Zuckerguß von Tim Mälzer


Seit Tagen beschäftige ich mich nun mit dem Thema: "Was backe ich wohl als nächstes?"
Das Thema Rhabarber habe ich für dieses Jahr abgeschlossen. Erdbeeren in Kombination mit Kuchen ist nicht unbedingt mein Ding, anderes Obst wie Heidelbeere, Stachelbeere gibt es einfach noch auf dem Markt...

Letztendlich habe ich mich dann für einen einfachen Zitronenkuchen mit Zuckerguß entschieden von Tim Mälzer.

Zutaten für eine 18er Springform:
- 200 g weiche Butter
- 200 g Zucker
-    2 TL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
-    5 Eier
- 280 g Mehl  
-   60 g Speisestärke
-    3 TL Backpulver
-  100 ml Milch
-    8 Essl. Zitronensaft


Dekoration:

-  100 g Puderzucker und einige Tropfen Zitronensaft
-  kandierte Zitronen von Dr. Oetker

1)  Butter, Zucker mit einer Prise Salz und der Zitronenschale mit den Quirlen des Handrührers mindestens 8 Minuten sehr cremig rühren.
2)  Backform buttern. Ofen auf 175 °C einschalten.
3)  Eier einzeln je 1/2 Minute gut unterrühren.
4)  Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben, mit Milch und dem Zitronensaft abwechselnd unterrühren.
4)  den Teig in eine Backform schütten und auf 2. Schiene von unten ca. 45 Minuten backen. Nach der Stäbchenprobe, den Kuchen aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form stürzen.

Fazit für mich:
Ein nettes kleines Küchelchen für den spontanen Kaffetisch am Nachmittag.
Geschmacklich ok - könnte allerdings noch zitroniger sein. 





Montag, 17. Juni 2013

1250 Jahre Oberschopfheim


Am Wochenende wird gefeiert! 

Das 3000 Seelendorf Oberschopfheim feiert sein 1250jähriges Bestehen.


Seit Monaten laufen bereits die Vorbereitungen. Es wurde gebastelt, gesägt, gehämmert, genäht und am Ende dieser Woche wird ganz fleißig gebacken.

Die Dorfmitte wird zur Festmeile.
Das umfangreiche Thema "Vormittelalter" zieht sich wie ein roter Faden durch die 19 Themenhöfe.
Es werden Attraktionen geboten für jung und alt. 
Es gibt einen "Gauklerhof" mit Feuerspukern, einen "Mittelaltermarkt" mit historischen Verkaufsständen und Schaukämpfen, eine "Dorfschmiede", in der Pferde beschlagen und Bogen und Pfeilspitzen hergestellt werden.

Los geht es am Samstag, 22. Juni 2013 um 15 Uhr mit der Eröffnung, gefolgt von dem Zigeunertanz, der Märchenstunde und der großen Modeschau, auf der Kleidungsstücke aus dem frühen Mittelalter präsentiert werden.

Am Sonntag, 23. Juni um 14 Uhr gibt es einen großer historischer Festumzug. 

Alle weiteren Themen, Attraktionen und einen Zeitplan, wann, was, wo passiert könnt Ihr Euch auf der Homepage www.oberschopfheim.de oder einfach *hier* downloaden.